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Vergleich der Länder in Südamerika. I. Einleitung Einige einleitende Gedanken zur Einstimmung und Besinnung! Wenn du über Chile, das längste Land der Erde, fliegst und die auftürmenden, alles überwältigenden Andengebirgszüge bestaunst, bist du im höchsten Maße fasziniert. Du wirst als erstes den Eindruck bekommen, daß diese, wie eine Gummischnur gestreckte Republick, von diesem graziösen Bergmassiv scheinbar beinahe in den Ozean gedrängt wird. Entlang der Süd-West Küste von Südamerika liegt CHILE. Traumhaft gelegen zwischen dauernd schneebedeckten Hügeln im Osten, und den 4500 Kilometer langen, weiß schäumenden Meereswogen im Westen. Im Norden begrenzt duch eine ewig heiße Wüste, und zuletzt im Süden eingefroren vom ewigen, undurchdringlichen Eis der Antarktis. Zu schön um wahr zu sein, zu gewaltig um ganz allein ein einziges Land zu repräsentieren! Oder? Nein, denn die Republick Chile ist ein einmaliges Land das diese Vielfalt in sich vereinigt. Über diesem Land scheint es mir passend mit dem Psalmdichter miteinzustimmen: "Halleluja! Preisen will ich den Herrn von ganzem Herzen im Kreis der Aufrichtigen und der Gemeinde. Groß sind die Taten des HERRN, zu erforschen von allen, die Lust an ihnen haben. Majestät und Pracht ist sein Tun, seine Gerechtigkeit besteht ewig."Psalm 111, Vers 1-3 CHILE, welch eine Herrlichkeit, welch ein Prachtstück, welch eine Perle Gottes in seiner herrlichen Schöpfung. Gott hat sich in diesem Land äußerlich in besonderer Weise verherrlicht, welch große Absicht mag er genauso auch mit den Menschen dieses Landes haben? Er ist dabei sich auch immer mehr durch die Menschen dort zu verherrlichen. Er hat uns in seiner Gnade berufen einen kleinen Teil dazu beitragen zu dürfen. Wir erwarten von Gott Großes im Blick auf dieses Land und seinen Kontinent. Trotz aller auch uns bekannten äußeren und inneren Nöte dieses Landes sehen wir CHILE als eine Perle Gottes und die CHILENEN, als ein von Gott geliebtes Volk. Auch über Chile steht folgende Zusage Gottes in Jesus Christus für immer fest: " Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden. Geht nun hin und macht alle Nationen zu Jüngern, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu bewahren, was ich euch geboten habe. Und siehe ICH bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung des Zeitalters." Matth. 28, 18 - 20 Jesus Christus, in seinem letzten Wunsch an alle seine Kinder bis zu seiner sichtbaren Widerkunft. II. Land und Geographie 1. Lage und Größe 1.1 Faktische Erklärung Eingeschlossen von Bolivien und der Atacamawüste im Norden am 17. Breitengrad, und dem eisigen Antarktiswasser im Süden auf dem 56. Breitengrad, erstreckt sich CHILE über eine Länge von 4275 km. Dies entspricht einer Entfernung von Hellsinki (Finnland) bis nach Gibraltar (Südspanien). Die Durchschnittsbreite des Landes beträgt etwa 160 km. Die größte Breitenausdehnung liegt bei Autofagasta mit 380 km, die schmälste Stelle bei Illapel mißt 90 km. Im Osten bildet Argentinien und Bolivien, und im Westen der Stille Ozean die natürliche Grenze. CHILE hat mit 756 945 qkm kontinentaler Fläche (ohne die Inseln) mehr als die doppelte Größe der heutigen Bundesrepublick Deutschland (357 000 qkm). Das Land ist flächenmäßig das 7. größte der südamerikanischen Staaten. Zu den Außenbesitzungen und Hoheitsgebieten CHILES gehören auch noch a) die süd-westlich vor Kap Horn liegenden Inseln Diego Ramirez, b) die im Stillen Ozean liegenden Inseln "Isla des pascua" (Osterinsel 162 qkm), Juan Fernandez (Robinsoninsel 185 qkm), Salay Gomez und Alejandro Selkirk. c) ein Teil der Antarktis (Sektor zwischen 55° und 90°) mit einer Fläche von 1 250 000 qkm. 1.2 Zeitzone Die Zeitdifferenz zwischen der Landeszeit CHILES und der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) beträgt 6 Stunden. Zur Mitteleuropäischen Sommerzeit 4 Stunden. 1.3 Optischer Überblick durch Karte 2. Landesgliederung und Klima 2.1 Landschaftlich goelogische Gliederung Das Land läßt sich in 3 Großräume (Nord-, Mittel- und Südchile) gliedern mit einer durchgehenden Anordnung der Großformen, die parallel von Nord nach Süd verlaufen. Man unterscheidet vom Landesinnern (Osten) bis zur Küste (Westen): Die teilweise vergletscherten Anden mit Höhen bis fast 7000 m (cerro Tupungato 6 800 m, Ojes del Salado 6 880 m), die mittlere Hochebene im Norden und die Senken im Süden, die Küstenkordillere (Höhe um 1 500 bis 2000 m) sowie die Küstenebenen. a.) Geologie Chile weist in den Anden 130 aktive Vulkane auf, von denen der Llullaillaco südöstlich von Antofagasta 6 723 m erreicht. Weite Teile des Landes werden von Erdbeben heimgesucht. NORDCHILE, die Provinzen Tarapaca und Antofagasta, umfaßt ein Hochland mit Wüstengebieten (Atacamawüste) und ein Längstal in 1 000 bis 2 000 m Höhe. Die Küsten sind steil und schwer zugänglich. MITTELCHILE, besteht im Norden aus Halbwüste, der südliche Teil ist bewaldet. Zwischen 32° und 38° südlicher Breite erstreckt sich infolge des an Mittelmeerverhältnisse erinnernden Klimas das Hauptagrar- und Siedlungsgebiet Chiles. Der Küstenbereich Mittelchiles weist flache Sandstrände auf. Zwischen den Hochanden und der Küstenkordillere liegt die dichtbesiedelte Zentralzone (Valle Central) mit fruchtbaren vulkanischen Böden. Sie ist damit die in der Natur begünstigste Region des Landes. SÜDCHILE, beginnt bei der Insel Chiloe und ist gekennzeichnet durch Wälder, Moore, Seen und siedlungsarme Gebiete. Die Küste ist stark gegliedert mit zahlreichen vorgelagerten Inseln, steilen Felswänden und langgestreckten, weit in das Land eingreifenden Fjorden und Gletschern, deren Eismassen südlich des 45. Breitengrades das Meer erreichen. b.) Klima Nordchile weist ein tropisch-suptropisches Wüstenklima auf. Die Wüste Atacama zählt zu den trockensten Gebieten der Erde. Wesentlich für die Küsten Nordchiles sowie des nördlichen Teils von Mittelchile ist die Wirkung des relativ kühlen Humboldt-(Peru) Stromes. Küstennebel sind vorherrschend, die Küste bleibt weitgehend ohne Niederschläge. Mittelchile hat ein warmgemäßigtes Winterregenklima und mediterrane Verhältnisse. Im waldreichen Süden herrscht ein kühles, niederschlagsreiches Klima (über 1000 mm Jahresniederschlag). Feuerland (nur der westlichste Teil gehört zu Chile) hat subantarktisches Klima. 2.2 Optischer Überblick der geologischen Regionen (Karte usw.) 2.3 Gliederung der politischen Verwaltungsregionen Die Verwaltungsgliederung teilt das Land in 13 Regionen und 40 Provinzen. Die Regionen von Nord nach Süd sind folgende mit ihrem jeweiligen Hauptort: 1 Tarapaca, Iquique 2 Antofagasta, Antofagasta 3 Atacama, Copiapo 4 Coquimbo, La Serena 5 Valparaiso, Valparaiso 6 Metropolitana(Hauptstadtregion), Santiago 7 Beruado o Higgins, Rancagua 8 Maule, Talca 9 Bio-Bio, Conception 10 La Araucania, Temuco 11 Los Lagos, Puerto Montt 12 Aysen del General Carlos Ibanez del Campo Coihaique 13 Cilena Punta Arenas Der Urbanisierungsgrad hat in den zurückliegenden Jahren ständig zugenommen. Noch um die Jahrhundertwende lebte nur etwa ein Drittel der Bevölkerung in Städten. 1975 waren es bereits drei Viertel und 1988 84,1 %. Zu dieser Entwicklung trug vor allem der Wachstum der Großstädte mit mehr als 100 000 Einwohnern bei, insbesondere der Hauptstadt Santiago de Chile mit ihrem Einzugsgebiet. Das heißt in dicht besiedelten Regionen, wie z.B. Metropolitana, leben auf 15 000 km² 5,5 Millionen Menschen. Dagegen sind manche Regionen fast unbesiedelt. Cilena als konträres Beispiel hat auf 132 000 km² nur 0,16 Millionen Einwohner. Natürlich sind diese Extreme geographisch, klimatisch, sozial und wirtschaftlich bedingt und nicht einfach zu verändern. Ein derart langes Land benötigte rein wirtschaftlich und sozial bedingt dringend eine derartige verwaltungsmäßige Einteilung um beweglich zu sein und politisch und wirtschaftlich schneller reagieren und lenken zu können. Diese Eiteilung erfolgte um die nötige Ordnung auch im Verwaltungsmäßigen Bereich zu erleichtern, und sie hat sich seit ihrer Einführung zum Wohle des Landes bewährt. 2.4 Optischer Überblick der Verwaltungsregionen (Karte usw.) 2.5 Klimatische Skizzen und Schematas 3. Die Anden 3.1 Cordillera de los Andes Die Ostgrenze mit Argentinien und Bolivien wird durch das mächtige Hochgebirge der Anden gebildet, das sich an der ganzen Südamerikanischen Pazifikküste entlangzieht und im Acancacua mit 6958 m seinen höchsten Punkt erreicht (höchster Berg Amerikas). Weiter südlich verlieren die Anden beträchtlich an Höhe, aber zugleich gewinnen sie an Schönheit und Fruchtbarkeit. Die Padagonische Cordillere erreicht eine Höhe zwischen 2000 und 3000 Meter. Oft liegen keine 100 km vom Meeresspiegel bis zum schneebedeckten Andengebirge. Dieses Gebirge ist voller Reichtum an Metall-Erzen aller Art, welche dem Land gewaltige Devisen einbringen. Die Bergspitzen der Kordillere der Nord und Zentralzone zählen zu den höchsten der Welt. In dieser Zone entfaltet sich dies Gebirge in seiner ganze Schönheit 3.2 Übersichtskarte 4. Die Inseln 4.1 Einleitung Die Inseln ergänzen in besonderer Art und Weise die Vielfalt von CHILE. Zunächst die Inselgruppe Juan Fernandez, die sich durch ihre Schönheit, ihr mildes Klima und, nicht zuletzt wegen der berühmten Lagunen, in einen Anziehungspunkt für die Touristen verwandelt hat. Außerdem besteht noch die Anziehungskraft der Legende von "Robinson Cruso", der auf dieser Insel als Schiffbrüchiger seine spannenden Abenteuer erlebte. Noch weiter entfernt, ca 3000 km von der Küste Kontinentalchiles entfernt und bereits in Ozeanien, liegt die Osterinsel. Wir finden hier die Überlebenden einer polynesischen Volksgruppe, reich an Legenden, Musik und eigentümlichen Handwerksarbeiten. 4.2 Übersicht III. Geschichte 1. Einführung Fünfzehn Jahre vor der Expedition von Almagro entdeckte Hernando de Magallanes die Meeresenge, die heute seinen Namen trägt (November 1520). Er war der erste Seefahrer der sich in die "Terra Australis " der Geographen jener Zeit hineinwagte. In diesem Sinne könnte er als der Entdecker Chiles angesehen werden. Wem dieser Titel aber unbestreitbar zusteht, ist Don Diego de Almagro, der zwischen 1535 und 1536 einen großen Teil Nord - und Mittelchiles durchstreifte. Einige seiner Leute stießen sogar bis zur Einmündung der Flüsse Nuble und Itata vor, wo der erste Zusammenstoß mit den Mapuche Indianern stattfand, der Anlaß zu einem sich über 3 Jahrhunderte hinziehenden Kampf werden sollte. Es ist jedoch Pedro de Valdivia, dem wir in vollem Maße den Rang des Eroberers zusprechen müssen. Sein Eroberungsfeldzug begründete in entscheidender Weise mit den späteren Aufbau des Landes. In seinen Briefen an König Karl V. zeigt sich Pedro de Valdivia als Bemerkenswerter Schriftsteller, nüchtern und präzise in seiner Schilderung, elegant im Stil und mit einer klaren Auffassung dessen, was sich in diesem Land verwirklichen lassen könnte. Viele der damaligen Urteile haben auch heute noch ihre Gültigkeit. Er schrieb auch: "..und möge er (der König) den Kaufleuten und allen anderen, die als Siedler kommen und sich niederlassen wollen, sagen, daß sie kommen sollen, denn ein besseres Land gibt es nicht in dieser Welt, um zu leben und ansässig tzu werden...... Alles, was seit der Ankunft der Eroberer an Bäumen, Sämereien und Tieren in dieses Land gebracht wurde, gedieh prächtig; bereits im Jahr 1561 trugen die Obstbäume reiche Früchte. Das Geschick und die Erfahrung jener Männer in landwirtschaftlichen Dingen war ebenso stark wie ihre Eroberungslust und ihre kriegerischen Fähigkeiten. Dem Eroberungsfeldzug von 1540 unter Validivia sollten noch viele folgen. Die Indianerstämme waren nicht bereit, sich der spanischen Krone zu unterwerfen und die massive "Christianisierung" zum Katholizismus einfach als unabänderliche Tatsache hinzunehmen. Unbändiger und härtester Widerstand der kriegerischen Araukaner (Mapuchen) zwang die Invasoren zu verschiedensten taktischen Maßnahmen. Erst im 19. Jahrhunderts kehrte Frieden ein. 1810 proklamierte der erste Präsident der neuen Republick die Unabhängigkeit von Spanien. Ab 1850 wurde unter Präsident Montt die Einwanderung vieler, auch großer Gruppen von Deutschen, sehr gefördert und der Süden erschlossen und besiedelt. Chile hatte entgegen allen Nachbarstaaten bis 1973 eine demokratische Tradition, die von dem Sozialisten Allende in einem "kommunistischen Versuch" mißbraucht wurde. Draufhin kam Chile nach blutigem Militärputsch (der durch Pinochet unblutig geplant, von Allende jedoch provoziert wurde) nach 7 jähriger Militärregierung und Stabilisierung des Landes schrittweise 1990 zu demokrastischen Wahlen zurück, die 1994 durch die Bestätigung der regierenden Partei von der derzeitigen Stabilität des Landes zeugen. 2. Geschichtlicher Abriß ca. 8.Jt. v. Chr. Ankunft der ersten Menschen von Norden her. ca. 9.Jh. n. Chr. Beginn des Ackerbaus nin höheren gelegenen Teilen der Atacama durch Bewässerungssysteme. nach 1000 n. Chr. Blütezeit der Atacama-Oasen mit Zentrum Lasana und San Pedro ab 14.Jh. Nordchile gerät mehr unter den Einfluß der Inkas 1471 - 1493 Regierung durch Tupac Inka Yupanqui Machtausdehnung der Inkas bis Conception ab 1493 Die Mapchen drängen die Inkas zurück 1535 Der Spanier Francisco de Almagro dringt bis Conception vor, wird aber von Araukanern zurückgeschlagen. 1541 Pedro de Valdivia (1497-1553) gründet Santiago. 1553 Valdivia wird vom Mapuchenhäuptling Lautaro besiegt und hingerichtet. 1810 Spaniens Einbruch; Napoleon stürzt König Ferdinand VII. 18. 09. 1810 Gründung des unabhängigen Chile nach siegreicher Abstimmung der Unabhängigkeitsbewegung. 1810 - 1814 Zeit der Auseinandersetzungen und Loslösung von Spanien. 1818 O Higgens wird Präsident nachdem die Royalisten durch San Martin und O`Higgins geschlagen sind. 1828 O`Higgins resigniert und dankt ab als Präsident. 1831 Nach langem Ringen gehen die Konservativen siegreich aus dem jahrelangen Chaos hervor und regieren. 1832 Große Silberfunde in Chanarcillo (1870 in Caracoles) 1836 - 39 Chile und Argentinien schlagen Peru und Bolivien. 1846 Erste deutsche Einwanderer landen bei Valdivia. 1864 - 65 Spanien will südamerikanische Kolonien zurückerobern und unterliegt Chile und Peru. 1879 - 1884 Siegreicher Salpeterkrieg gegen Bolivien und Peru wegen ungeklärten Grenzen. Chile gewinnt Land im Norden. Bolivien verliert Zugang zum Meer, Peru seine südlichste Provinz. 1886 Präsident Jose Manuel Balmaceda verwirklicht Bodenreform und Trennung von Kirche und Staat. 1890 Balmaceda wird vom Parlament abgesetzt, welches bis 1925 regiert. 1895 Chile Kapital wird zum Großteil von ausländischen Investoren kontrolliert. 1829 "Schwarzer Freitag" Kupfer und Salpeternachfrage gleich Null, das heißt: Arbeitslosigkeit und Unruhen. Entstehung der Volksfront. 1938 Volksfront gewinnt Wahlen und regiert bis 1952 1964 Christdemokrat Frey wird Präsident. Seine Reformversuche sorgen für große Spannungen im ganzen Volk. 3.11. 1970 Salvadore Allende wird erster sozial. Präsident Chiles (ohne echte Mehrheit seiner Partei) 1971 Verstaatlichung der Grundindustrie und Banken. Linke Gruppen verursachen Chaos. Streiks bis zum wirtschaftlichen Zusammenbruch. Das gesamte Volk wartet auf die Befreiung von Allende. 11.09. 1973 Das Militär unter General Pinochet übernimmt die Macht und sorgt für Ruhe und Ordnung. In der Folgezeit Wiederherstellung der Wirtschaft, öffentlichen Ordnung und Aufhalten der rasenden Inflation. ab 1973 Chile entwickelt sich zu einem politisch und wirtsch. stabilen Land. 11. 03. 1990 Patricio Aylwin wird durch demokratische Wahlen Präsident. 11. 03. 1994 Durch turnusmäßige Wahl wird Frey neuer Präsident. Die regierende Partei wurde bestätigt. IV. Bevölkerung 1. Allgemeines Die knapp 14 Millionen Einwohner sind zu über 70% spanischer bzw. indianischer Herkunft. Ca. 20 % sind Nachkommen deutscher, französischer, jugoslawischer, englischer oder anderer Nationalitäten. 2. Gesundheitswesen Chile verfügt über ein gut ausgebautes System öffentlicher Gesundheitsfürsorge. Dennoch erhält ein erheblicher Teil der Bevölkerung, vor allem sozial Schwache, noch keine ausreichende medizinische Betreuung. Ursachen hierfür sind u. a. Personalmangel und ungenügende Medikamentenversorgung. Die Regierung ist bemüht, vor allem die Maßnahmen zur medizinischen Betreuung der minder Bemittelten Bevölkerungsschichten zu verbessern. Durch Neuregelung des Gesundheitswesens könne alle Arbeitnehmer mit einem bestimmten Mindestlohn eine kostenlose ärztliche Betreuung erhalten. Träger der Gesundheitsfürsorge sind der staatliche Gesundheitsdienst "Servico Nacional de Salud" (SNS) und die staatliche "Sermina" für Beamte und Angestellte. 1980 wurde mit der Umstrukturierung und Dezentralisation begonnen um eine bessere Versorgung zu erreichen. Außerdem wurden Kinderernährungsprogramme und Aufklärung über Hygiene und Ernährung durchgeführt und gefördert. Das Resultat ist ein erheblicher Rückgang der Sterbeziffer. In der Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung sind weiter große gesundheitspolitische Projekte mit gewaltigen Geldmitteln angelaufen. Dies soll dazu betragen, daß Inferktionskrankheiten eingeschränkt und bekämpft werden. Epedemien sind dadurch fast völlig ausgeschlossen und gehören der Vergangenheit an. Ausgenommen ist allerdings "Aids". Diese Immunschwächenkrankheit breitet sich auch in Südamerika in rasender Geschwindigkeit aus. Hauptsächlich bedingt durch den ethischen Zerfall der Werte in der Gesellschaft die sich im Bereich der Moral und des Sexualverhaltens am offensichtlichsten ausdrücken. 3. Bildungswesen Die Einrichtungen des Erziehungs- und Bildungswesens werden weitgehend staatlich geleitet. Über 80% des Lehrerpersonals (außer Hochschulen) stehen im Staatsdienst. Ebenfalls vier Fünftel der Grundschüler und fast genauso viele Schüler des Sekundarbereichs besuchen öffentliche Schulen. Die Regierung hat begonnen schrittweise die Verwaltung der Schulen den Gemeinden zu übertragen und die Ausgabenpolitik im Bildungswesen zu reformieren. Der Staat behält jedoch die Kontrolle über die Bildungsinhalte. Die Privatschulen des Landes, meist kirchliche Einrichtungen, werden staatlich unterstützt. Es besteht allgemeine Schulpflicht für Kinder im Alter von 7-15 Jahren. Der Besuch öffentlicher Schulen ist gebührenfrei. Auf die achtjährige Grundschule folgt die vierjährige höhere Schule, deren Reifezeugnis (bachillerato) zum Besuch von Hochschulen berechtigt. Etwa 95% der Kinder besuchen eine Grundschule, 45% eine weiterführende Bildungseinrichtung. Die Analphabetenrate konnte bis 1990 auf 6,6% gesenkt werden. (1980 noch 9%) Die Erwachsenenbildung nimmt inzwischen im chilenischenVolk einenimmer größeren Platz ein. Um die Berufsbildung stärker zu fördern und in den privaten Sektor zu integrieren, gewährt die Regierung Steuervorteile für betriebliche Ausbildungsprogramme. Berufsschulen werden schrittweise privatisiert. Die Deutsche Schule in Santiago betreibt bereits seit 1979 eine zweisprachige kaufmännische und Sekretärinnenausbildung, die sich am deutschen Dualen System orientiert. 4. Verkehrs und Nachrichtenwesen 4.1 Verkehr Der Ausbau und die Erhaltung der Verkehrsverbindungen sind wegen der besonderen geographischen Gegebenheiten mit hohen Kosten verbunden. Das Straßennetz ist relativ gut ausgebaut und wird laufend renoviert und modernisiert. Die Eisenbahnverbindungen dienen vor allem dem Frachttransport einschließlich dem Transitverkehr von chilenischen Häfen nach Bolivien und Argentinien. Auch wegen der über 4000 km langen Küste ist die Schiffahrt von nicht geringer Bedeutung. Der Luftverkehr hat in den letzten Jahren außerordentlich an Bedeutung zugenommen und ist nicht mehr wegzudenken. De Straßenverkehr hat am Verkehrsaufkommen Chiles einen wesentlichen Anteil. Daher fördert die regierung in großem Umfang die erweiterung und Instandsetzung des Straßennetzes. In Santiago wurden inzwischen die U-Bahnstrecken in großer Eile erweitert und ausgebaut um zur Entzerrung der Verkehrslage beizutragen. Die große Luftverschmutzung in den Ballungsgebieten erfordert in den kommenden Jahren noch große Opfer und Anstrengungen um der Umwelt und dem Verkehrswesen eine Entspannung zu verschaffen. Hauptverkehrsachse in Nord Süd Richtung ist das 3400 kmn lange chilenische Teilstück der "Carretera Panamericana", die sich von der peruanischen Grenze bis südlich von Puerto Montt erstreckt. Eine Transandenstraße führt über den Cembre-Paß nach Argentinien, eine weiter von Valparaiso nach Mendoza (Argentinien). Ein über 3 km langer Tunnel ermöglicht einen ganzjährigen Bahn und Straßenverkehr zwischen Santiago und Mendoza. Die Verbindungsstraße zwischen der Hauptstadt und dem Hafen von Valparaiso wurde bereits 1986 fertiggestellt. Schon 1988 wurde die 1 400 km lange Staße von Puerto Montt bis Villa O Higgins eröffnet. Damit wurde eine direkte Straßenverbindung zwischen der Provinz Aysen und dem nördlichen chilenischen Festland geschaffen. 4.2 Nachrichtenwesen Das Fernsprechnetz wurde in den letzten Jahren wesentlich erweitert. Seit 1988 sind über 1,5 Mrd. US $ in den Ausbau des Fernsprechdienstes investiert worden. Die Zahl der Anschlüsse liegt inzwischen bei über 2 Mill. Seit 1992 sind alle Leitungen digidalisiert. Datenübertragungen mit großen geschwindigkeiten sind bereits im Großraum Santiago und Valparaiso im Gebrauch. Chile ist dabei in diesen Gebieten sich dem westlichen Standart anzupassen wobei dies vorwiegend in den dicht besiedelten Gebieten vorangetrieben wird. Ausländiusche Kredite und Investitionen haben die gewaltigen Finanzierungen erst ermöglicht und gewähren in gewissem Maß auch die Umsetzung der geplanten neuen Projekte. 4.3 Skizzen, Überblicke zu 4.1 und 4.2 5. Geld, Kredit, Finanzen und Preise 5.1 Währung Landeswährung ist der chilenische Peso (chil$), der in 100 Centavos unterteilt ist. Ein US $ hat im Freimarktkurs einen Gegenwert von 300 chil$, eine DM entspricht 180 chil$ (11. 1992). Die Währung unterliegt gleitender Abwertung gegenüber dem US-$. Neben dem Freimarktkurs der Geschäftsbanken besteht ein legaler Parallelmarktkurs. Die Zentralbank (Banco Central de Chile) überwacht alle Deviseneingänge aus Auslandskrediten, -Anlagen und sonstigen Kapitaleinfuhren, daneben besteht die durch das Bankgesetz von 1953 geschaffene Staatsbank , die zugleich die größte Geschäftsbank des Landes ist. Eine Reihe von privaten Handelsbanken, Entwicklungsbanken sowie Finanzierungsgesellschaften ergänzen den Finanzmarkt. 5.2 Kredite Seit 89 hat die Zentralbank die volle Autonomie. Die Zentralbank hat somit das alleinige Recht zur Regulierung des Geldumlaufs, sie gestaltet die Wechselkurspolitik sowie die Modalitäten im Finanzwesen u. a. über Einlagen und Garantien. Es ist ihr untersagt, der öffentlichen Hand Kredite einzuräumen. Dagegen darf sie Finanzinstituten in wirtschaftlichen Engpässen kurzfristige Mittel gewähren. Die Verschuldung gegenüber dem Ausland stellt inzwischen kein drängendes oder gar unlösbares Problem mehr dar. Die Verbindlichkeiten an das Ausland beliefen sich 1991 auf rund 15 Mrd. US-$. Durch das Wirtschaftswachstum und den Exportaufschwung Ende der 80er Jahre verringerde sich die Schuldenlast Chiles erheblich. Im Verhältnis zum Bruttosozialprodukt sank die Verschuldung von 1985 - 1990 von 130% auf 70%. Das heißt, 1985 wären noch die gesamten Exporterlöse von 4 Jahren nötig gewesen um die Auslandsschulden zu tilgen, dagegen wären 1990 weniger als 2 Jahre dafür ausreichend gewesen. In gleichem Maße ist die Kredtwürdigkeit Chiles natürlich in den letzten Jahren für die Westländer gestiegen. 5.3 Preise Seit Ende 1988 ist der inflationsdruck, vor allem infolge der hohen Nachfrage im Zuge des kräftigen Wirtschaftswachstums, kontinuierlich größer geworden. 1989 wurde eine Inflationsrate von 21,4% verzeichnet. Im Jahr 1990 erreichte sie sogar die 30% Marke infolge Golfkrise und weiteren negativen Einflüssen. Inzwischen wird auf die 20% Grenze gezielt gearbeitet wobei dies eine Höchstleistung für Südamerika bedeutet und bewundert werden muß. Das heißt nicht, daß die Zeiten für den Chilenen einfacher werden. Das Gesetz von Angebot und Nachfrage, sowie die Relation der Bezahlung zur Leistung fordern viele in einem nie dagewesenen Maße. Die frühere Mittelschicht der Bevölkerung verkleinert sich ständig, was zur Folge hat, daß die Kluft zwischen arm und reich immer größer wird. Dies erzeugt ein Spannungsfeld das ausreicht um Konflikte zu schüren und soziale Ungerechtigkeiten zu fördern. V. Wirtschaft und Industrie 1. Allgemeiner Überblick Zur Kennzeichnung von Umfang und Struktur einer Wirtschaft und des Erwerbslebens eines Landes wird Bevölkerung- beginnend bei einer bestimmten Altersuntergrenze, die von Land zu Land verschieden sein kann,- nach ihrem beruflichen Status in entsprechende Gruppen gegliedert. Über die Zahl der Erwerbspersonen und der Erwerbsquoten nach Altersgruppen liegen letztmalig verbindliche Daten für das Jahr 1989 vor. Die höchste Erwerbsquoten mit 70,3 % wurden für das Alter von 30 bis 40 ausgewiesen. Es folgen die 40 bis 45 jährigen mit einer Quote von 69,5 und mit 67% die 25 bis 30 Jährigen. Ab dem Alter von 45 bis zu 50 Jahren wurden 67 % ermittelt. 2. Landwirtschaft Neben den Erzen und dem umfassenden Brergbau hat in den letzten Jahren die Agrarproduktion zu einem bedeutenden Devisenbringer beigetragen. Der Export von Obst und Gemüse hat sich günstig entwickelt und erreichte 1990 8,5% der Gesamtausfuhr. Die Frischgemüseexporte erreichten 1990 30 Mill. US-$ überwiegend durch Spargel Zwiebeln und Knoblauch. Verbunden mit verarbeitetem Gemüse waren es sogar 120 Mill. US-$. Einen gewaltigen Boom erfährt auch der Weinbau, der seinen Marktanteil seit 1970 vervielfachte. In dem Wirtschaftsbereich der Landwirtschaft waren zu jenem Zeitpunkt 19 % der Erwerbstätigen beteiligt. Auch Getreide und Hülsenfrüchte aller Art sind ein gängiges Agrarerzeugnis. Kleinbetriebe kennzeichnen die Struktur in der Landwirtschaft. Es wird gezielt gearbeitet lohnendere größere Betriebe zu fördern um die Effektivität zu steigern. Auf die Viehzucht entfällt die Hälfte des landwirtschaftlichen Pproduktwertes. Die Viehzucht hat dabei das Schwergewicht. Bestandsstückzahlen aus 1990 sind folgende: Rinder 3,3 Mill. davon 20%Milchkühe Schweine 1,4 Mill. Schafe 6,6 Mill. Hühner 26,0 Mill. Zu erwähnen wäre noch die Forstwirtschaft, die eine erhebliche Zuwachsrate erarbeitete und sich gute Marktanteile sichern kann. Die Fischerei hat einen natürlichen und günstigen Einzugsbereich der nahezu unerschöpflich scheint. Chile gehört weltweit zu den fünf größten Fischfangnationen. Im Mittelpunkt der Vorhaben stehen hier der Bau und die Erweiterung von Fischzuchtanlagen. 3. Produzierendes Gewerbe 3.1 Allgemeines Chile gehört zu den stärker industriallisierten Ländern Lateinamerikas. Schwerpunkt sind der Bergbau und die verarbeitende Industrie. In den Jahren 83-89 hat der industrielle Sektor Zuwachsraten von durchschnittlich 7% pro Jahr erzielt. Träger dieses Wachstums sind allerdings vorwiegend relativ wenige Groß und Mittelbetriebe, die über international wettbewerbsfähige Technologie verfügen. Für Kleinbetriebe sind die Bedingungen ungünstig. Der frühere Präsident Aylwin startete ein Programm zur Stärkung und Förderung von Klein und Mittelbetrieben um die Produktpaletten zu erweitern und zu qualitativ zu verbessern. 3.2 Energie und Wasserversorgung Die Erzeugung von elektrischer Energie erfolgt überwiegend in Wasserkraftwerken. Erzeugung und Versorgung liegen zum größten Teil in den Händen der "Empresa Naciobnal de Electricidad", einer privaten Gesellschaft, deren Hauptaktionär jedoch die Staatliche CORFO ist. Größte Wasserkraftwerke sind , "Colbun Machicura" am Rio Maule in der Provinz Nuble mit einer Leistung von 490 MW, und "Pehuenche" oberhalb von Machicura mit einer installierten Leistung von 500 MW. Dieses Kraftwerk ist das letzte das mit großem Aufwand und gigantischer Investition fertiggestellt wurde. 2 weiter Kraftwerke in der 8. sowie der10. Region sind in Planung. 3.3 Bergbau Der größte Schatz von Chile liegt im wahrsten Sinne des Wortes begraben. Das Land verfügt über einen riesigen Reichtum an mineralischen Bodenschätzen. Entscheidende Bedeutung besitzt der Kupferbergbau. Die Erzvorräte werden auf 40% der bekannten Weltvorkommen geschätzt. Die Ausfur von Kupfer machte 1990 rund 46 % der gesamten Exporteinnahmen aus. Chuquicamata in der Atacamawüste ist die größte Tagebaukupfermine der Erde. Hier weden jährlich eine halbe Million Tonnen Kupfer erzeugt. Chile deckt ein viertel des Weltbedarfs an Kupfer. Als Nebenprodukt fällt Molybdän an, das große Bedeutung erlangt hat. Die größten Vorkommen an Mineralien und Erzen liegen im Norden des Landes. dazu gehören Mangan, Silber, Schwefel, Jod, Phosphate, Gold und Salze. Anfang 1991 haben Chile und Argentinien ein Gemeinschaftsvorhaben für die Erdöl und Gasförderung vereinbart die in den Hoheitsgewässern östlich der Magellan-Straße erschlossen wird. Zunächst hat der Vertrag eine Laufzeit von 25 Jahren. Hierdurch erhofft sich Chile eine Steigerung des Eigenversorgungsgrades an Eröl von bis zu 40%. Bisher liegt es bei 15 % des eigenen Verbrauchs. 3.4 Verarbeitende Industrie Die größte Gruppe in diesem Bereich sind die rund 400 Betriebe des Ernährungsgewerbes, dann folgt das Leder, Textil und Bekleidungsgewerbe. Zu erwähnen sind noch die Holz. be und verarbeitung, die chemische Industrie und die Nichteisenmetallwarenindustrie. VI. Staatswesen 1. Allgemeiner Überblick Staats und Regierungsform: Präsidiale Republik Staats und Regierungschef: Frey (seit Dezember 93 gewählt) Im Amt seit März 94 Parlament: Kongress, bestehend aus Senat mit 47 Abgeordneten und der Deputiertenkamer mit 120 gewählten Abgeordneten. Dauer der Legislaturperiode: 4 Jahre Das Militär ist nicht dem Parlament untergeordnet, was einerseits die Regierenden behindert, aber andererseits gewährleistet, daß das Land bei wachsender Konfrontation der vielen Parteien (von konservativ bis sozialistisch) untereinander nicht wieder ins Chaos versinkt wie bereits 1973. Es besteht in Chile - allgemeine Wehrpflicht von 20 bis 45 Jahren - einjährige aktive Dienstzeit - jährliche Rekrutierung von ca 20 000 Mann - 60 000 Mann aktive Streitmacht und 300 000 Mann Reserve - Oberbefehlshaber ist der Staatspräsident - Das Militär teilt sich in Heer (32 000 Mann), Marine (22 000 Mann) und Luftwaffe (8500 Mann). 2. Einreisebestimmungen, diplomatische Vertretungen usw. VII. Religion und Missionssituation 1. Die römisch - kath. Kirche Die römisch-katholische Kirche war die Kirche der Kolonialisten und folgte ihnen auf dem Fuß. 1541 Kathol. Priester kommen mit den ersten Spanischen Siedlern an. 1559 Gründung des Bistums Santiago. 1584 Erstes theologische Seminar in Santiago gebaut. 1810 Mit Unabhängigkeit wird Katholizismus zur Staatsrelifion. 1833 Verbot öffentlicher, nicht katholischer Gottesdienste ab 1878 Spannungen zwischen Kirche und Staat. 1925 Durch neue Verfassung wird Gewissens und Kuturfreiheit geschaffen (theoretisch) 1960 Erneuerung der kath. Kirche durch Bürgernähe und soz. Angagement. Viele animistische und okkulte Praktiken im Namen der Kirche halten Chilenen in Trditionen und Bann. 2. Der Protestantismus 1821 Schottischer Baptistenpastor James Thompson wird von Präsident Higgins offiziell eingeladen, das Schulwesen zu erneuern, mit der Bibel als Textbuch. 1822 Thopson wird als nobler Staatsbürger geehrt. 1825 Erster anglikanischer Gottesdienstim Hause von Kendall 1845 David Trumball kommt als Seemannspastor nach Valparaiso. Er gilt als erster Missionar unter Chilenen und somit Gründer des Protestantismus. 1858 Einweihung der ersten protestantischen Kirche in Valparaiso 1861 Gründung der Bibelgesellschaft in Valparaiso. 1865 Gesetzesreform: Nichtkath. Gottesdienste werden auf Privatgrundstücken erlaubt. 1867 Erste deutsche protest. Gemeinde in Osorno/Puerto Montt 1868 Gründung der ersten chil. protest. Gemeinde. 1871 Ordination des ersten chilenischen Pastors durch Trumball 1877 William Taylor kommt als Evangelist nach Chile. Durch seine Arbeit entsteht die einflußreiche "Iglesia Methodista Episkopal". Später erwuchs daraus die chilenische Pfingstbewegung. 1888 Die chilenische "Iglesia Presberitana" erhält Legitimation. 1891 Durch Ex-Jesuit Bautista, der bei Methodisten arbeitet, finden viele zu Christus. 1902 Anfang der Pfingstbewegung in Chile und Südamerika in der Methodistenkirche in Valparaiso. 1909 Bruch zwischen Methodistenkirche und Pfingstgruppen. 1929 Anerkennung der Pfingstgemeinden durch den Staat. Diese wird zur Massenreligion vor allem unter der armen Bevölkerung. 1929 Gründung des Deutschen Missionsbundes. um 1938 Gründung eines evang. Kirchenrates. nach 1958 Kirchenrat gewinnt politische und wirtschaftliche Bedeutung. 1973 Theologische und politische Auseinandersetzungen innerhalb der Kirche wegen Pinochets Regime. 3. Missionsarbeit unter Indianern 1894 Anglikaner gründen Fond zur Mission unter Araukanern 1895 4 Missionare reisen nach Chile aus und beginnen eine Arbeit bei Temuco. 1898 Bayrische Kapuziener beginnen eine Arbeit unter Araukanern. 20.Jh. Die Arbeit unter Indianern wird von anderen Denominationen aufgenommen und ausgedehnt u.a.von -Gospel Mission of South America. -Union de Centros Biblicos. -Deutscher Missionsbund für Chile -EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) 4. Missionen in Chile und ihre Arbeit 4.1. Allgem. Missionsinformationen über Chile Es sind zur Zeit (1994) 913 ausländische Missionare im Land. 102 Missionare wurden bisher insgesamt von Chile ausgesandt. Davon 39 in andere Länder 29 in andere Kulturen 73 in verwandte Kulturen 4.2. Die international wichtigsten Missionen in Chile SBC (72 Missionare), Evangeliumsmission von Südamerika (38), CMA (29), DMG (13) Ein dringliches Anliegen ist, den Nachholbedarf an biblischer Lehre zu decken. Pionierarbeit gibt es unter den Araukanern, den Rapa Nui, und fünf kleineren Stämmen. UBS und CLC (8) betreiben Buchläden und Literaturarbeit. Christliche Radiosendungen können gesendet werden. IBRA sendet ständig über 10 Stationen. Ein breites und noch wenig ausgebautes Feld wäre die Studentenarbeit unter den über 200 000 Studenten. 4.3. Die wichtigsten Deutschen Missionen in Chile EKD (Ev. Kirche Deutschland) mit 14 Missionaren DMG (Deutsche Missions Gemeinschaft) mit 13 Missionaren VMF (Vereinigte Missionsfreunde) mit 4 Missionaren ELMN(Ev. Luth. Missionsw.Niedersachs.) mit 4 Missionaren VDM (Vereinigte Dt. Missionshilfe) mit 2 Missionaren GIEM (Globe Europe Missionsgesellsch.) mit 1 Missionar VIII. Anhang 1. Wichtige Ereignisse in der Geschichte Chiles (in Englisch) 2. Wichtige Personen in der Geschichte Chiles (in Englisch) 3. Entwicklung Südamerikas in knappen Fakten 4. Verschiedene Karten, Diagramme zum allgemeinen Vergleich der Länder in Südamerika. Literaturverzeichnis: 1. Chile, Enchantment of the World (englisch) 2. Chile, Land of exciting Contrasts (englisch) 3. Länder - Informationen CHILE, statistisches Bundesamt 1991 4. Länder und Völker, Südamerika Readers Digest 1992 5. Rostro de Chile von Jack Ceitelies Hachette Verlag ( 4 sprachig) 6. Chile in Farben, nautilus books 1983 ( 3 sprachig) 7. Brockhaus Enzyklopädie 8. Die Religion in Geschichte und Gegenwart 9. Operation World, Hänssler Verlag 1994 10. Lexikon zur Weltmission 11. Gemeindewachstum in Missionsländern 12. Idea Spektrum versch. Ausgaben siehe Chile, Index 1993 13. Versch. Berichte: Länderinformationen Chile, aus Hängeordnerschrankt der DMG Bibliothe von Bluthardt, Reinschmidt usw. 14. Missionsberichte Herbst 93, der Basler Mission, Feldbereich Südamerika.